Uffenheimer vom festlichen Pratovecchio begeistert

Delegation des Deutsch-Italienischen Vereins feierte in der Toskana hohes Kirchenfest mit – Terror-Sicherheitsvorkehrungen

In Pratovecchio, Stadtteil von Uffenheims italienischer Partnerkommune Pratovecchio Stia und Verwaltungssitz, steht seit alters her alle drei Jahre ein hohes kirchliches Fest an: Die „Festa Triennale“. Seit Bestehen der im Jahr 1981 aus der Taufe gehobenen „Gemellaggio“ (Städtepartnerschaft) wird dieses hoch geachtete Fest, das, wie schon der Name ausdrückt, im dreijährigen Turnus stattfindet, von der Partnerstadt Uffenheim mit gefeiert. Auch diesmal reiste aus diesem Anlass eine Delegation des Deutsch-Italienischen Vereins Uffenheim in die Toskana.

Das höchste Fest in der Stadt, das auch „Fest des Gekreuzigten“ genannt wird, war mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm verbunden. Neben Gottesdiensten gab es Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen. Den Höhepunkt der erweiterten Festwoche – getragen von der katholischen Kirche in enger Zusammenarbeit mit der Kommune – bildete zum Festabschluss traditionell wieder eine riesige Prozession. Geschätzt knapp 2000 Gläubige – darunter ganze Familien – zogen durch die mit Girlanden, Flaggen und Stoffwappen an den Häuserfassaden liebevoll geschmückte Stadt, vorbei an aufwendig gestalteten Altären. Rund 2000 Zuschauer säumten auch die Straßen und trugen zu dem eindrucksvollen Bild bei. Viel Bewunderung fanden die von den Bewohnern im Rahmen des Wettbewerbs „Pratovecchio erleben“ mit viel Geschick und Kunstverstand nach altem Brauch mit eingefärbtem Sägemehl auf die Straßen und Plätze gezauberten Darstellungen.

Nach der Festmesse in der Stadtpfarrkirche formierte sich die Prozession. An der Spitze des langen Zuges durch die Stadt wurde die historische Figur des Gekreuzigten aus Holz (sie soll nach der Legende einen Großbrand in der Stadt unversehrt überstanden haben) getragen. Der hohen Geistlichkeit folgten, geleitet vom Bürgermeister der „Comune di Pratovecchio  Stia“, Nicolò Caleri, hochgestellte Carabinieri-Beamte, das Stadtratsgremium, Aktive der Feuerwehr und der italienischen Hilfsorganisation „Misericordia“ sowie weitere Offizielle. Zu diesen gehörte auch die Delegation des Deutsch-Italienischen Vereins Uffenheim, angeführt vom Vorsitzenden Heinz Schmitt und dem zweiten Vorsitzenden Hans Herbst. Mit dabei weitere Vorstandsmitglieder und Freunde der Städtepartnerschaft. Die Besuchergruppe übermittelte die Grüße des verhinderten Uffenheimer Bürgermeisters Wolfgang Lampe.

In Anbetracht der großen Menschenansammlungen im Stadtbereich wurden von den Verantwortlichen eine Reihe von Terror-Sicherheitsvorkehrungen getroffen, indem an den Zufahrtsstraßen städtische Großfahrzeuge quergestellt worden waren. Auch für eine erhöhte Polizeipräsenz war gesorgt worden. Ein begeisterndes Großfeuerwerk bildete wie gewohnt den eindrucksvollen Abschluss dieses friedlichen Kirchen- und Begegnungsfestes. Am Rande der Prozession und bei Einladungen kam es für die Uffenheimer Partnerschaftsfreunde zu freudigen Begegnungen mit lieb gewonnenen Freunden, so auch mit den ehemaligen Bürgermeistern Dr. Fernando Corazzesi, Romano Martini, Stefano Ceccherini, Gianni Verdi und Anselmo Fantoni sowie im Besonderen mit der früheren „Casalino-Wirtin“ Franca, wobei auch neue Freundschaften geknüpft worden sind.

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Foto: Hans W. Herbst

Das in Uffenheims italienischer Partnerstadt Pratovecchio Stia alle drei Jahre stattfindende hohe Kirchenfest „Festa Triennale“ wurde auch diesmal von der Gollachstadt mit gefeiert. Eine Delegation des Deutsch-Italienischen Vereins Uffenheim reiste aus diesem Anlass in die Toskana, wobei sich der Großteil der Besuchergruppe in die Prozession einreihte.

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Foto: Hans W. Herbst

Seit Jahrhunderten wird von der Bevölkerung das Toskanastädtchen zur „Festa Triennale“ mit viel Liebe zum Detail festlich herausgeputzt – auf unserem Foto bestaunt von den angereisten Partnerschaftsfreunden aus Uffenheim.

 

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